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DER Persönlichkeits-Podcast von Roland Kopp-Wichmann DER Persönlichkeits-Podcast mit Roland Kopp-Wichmann

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Fundierte Anregungen für Ihre Persönlichkeitsentwicklung aus über 30 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit Menschen.

Also keine oberflächlichen Tipps, sondern lange Podcasts, die zum Nachdenken, Ausprobieren und Umsetzen einladen.

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Über Ohnmacht und die entsprechenden Gefühle zu schreiben, ist riskant. Denn das passt nicht zum Zeitgeist, der eher die unbegrenzte Machbarkeit verherrlicht. Wie gerade die Meldung über genetisch veränderte Babies zeigt.

Wir wollen uns nicht ohnmächtig fühlen, sondern phantasieren lieber: „Nichts ist unmöglich!“ oder behaupten tapfer „Geht nicht, gibt’s nicht!“


Aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir erkennen, dass wir häufiger ohnmächtiger sind als uns lieb ist. Nicht nur angesichts von Naturkatastrophen oder Wetterereignissen. Das alltägliche Leben zeigt uns, wie wenig wir oft ausrichten können:

- Im Dieselskandal werden Autokäufer jahrelang für dumm verkauft. Und das noch mit kräftiger Unterstützung der eigenen Regierung.
- Jährliche Konferenzen beschwören den Ernst der drohenden Klimakatastrophe, vor der der Club of Rome seit 50 Jahren warnt. Nur sture Optimisten glauben noch, dass die für ein Überleben notwendigen Klimaziele noch erreicht werden können.
- Als Radfahrer fühlt man sich ohnmächtig gegenüber rücksichtslosen Autofahrern. Fußgänger erleben dasselbe mit rücksichtslosen Radfahrern.

Ohnmacht zu erleben, ist ein scheußliches Gefühl. Denn wir spüren dann, dass wir auf ein Geschehen keinen Einfluss haben. Absolut keine Kontrolle. Niemand will das haben – und trotzdem erleben wir es täglich. Wir retten uns oft daraus, indem wir glauben, dass es ja nicht so sein müsste.

Warum das oft auch nicht hilft, hören Sie in diesem Podcast.

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kopp-wichmann
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Was Menschen mit einer Zwangsstörung wirklich verstören kann, ist die Erkenntnis, dass eine Zwangsstörung selten weggeht.

Meist ist es so: Die Zwangsstörung wird nicht besser – aber Sie werden besser im Umgang mit den Zwängen.


Sobald Sie Fähigkeiten und Werkzeuge entwickelt haben, um die Art und Weise zu managen, wie sich Ihre Zwangsstörung manifestiert, nutzen Sie diese Fähigkeiten, ohne viel darüber nachzudenken.

Die erfreuliche Folge: die Gedanken und Ängste, die einst lähmend waren, sind nicht mehr so auffällig. Was früher ein Zwangssturm war, ist heute ein Wispern.

Meist probieren Menschen in der frühen Phase Zwangserkrankung, die Zwänge zu besiegen. Leider funktioniert das fast nie. Die Betrachtung der Zwangsstörung als Gegner führt in der Regel zu mehr Leiden.

Aber wenn Sie akzeptieren, dass Sie eine Zwangsstörung haben, verschaffen Sie sich Raum, um neugierig zu sein.

Liz Funk hat acht Strategien/Mantras entwickelt, die Menschen mit Zwangsstörungen helfen, mit ihrer Zwangsstörung besser zu leben. Diese Schritte klingen erst einmal seltsam, aber sie funktionieren.

Hören Sie mehr dazu auf diesem Podcast.

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Auch wenn ich mittendrin bin, gehöre ich nicht dazu“, war der erste Satz meines Coaching-Klienten.

Dieser Satz ließ mich aufhorchen, weil ich vor Jahren mal eine Studie gelesen hatte, wie sehr das mangelnde Gefühl von Zugehörigkeit und Depression miteinander in Verbindung stehen.


„Wie meinen Sie das?“ fragte ich.

„Ich bin Jurist, Einserkandidat, im Iran geboren. Meine Eltern kamen als Gastarbeiter nach Deutschland und wollten mir alles ermöglichen, was hier wichtig ist. Bildung, Aufstieg, Wohlstand. Ich habe das alles geschafft, aber ich weiß nicht wo ich hingehöre.“

Menschen mit diesem Lebensthema fühlen sich häufig fehl am Platz, ziehen sich allgemein schnell zurück. Glauben, dass sie irgendwie anders seien als andere und deswegen eher stören oder eine Belastung sind.

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Im öffentlichen Raum lernt man die egoistische Seite von Menschen schnell kennen:

- Autofahrer, die auf der Autobahn mit der Lichthupe drängeln.
- Radfahrer, die sich an keine Verkehrsregeln halten.
- Bahnreisende, die das ganze Zugabteil an ihrer Handykommunikation teilhaben lassen.
- Helikoptereltern, die schwungvoll fast über Ihren Fuß ihr Kind bis vor den Schuleingang fahren.
- Gaffer, die Rettungsarbeiten bei Unfällen behindern und alles filmen wollen.
- Männer, die im Bus breitbeinig sitzen und andere mit ihrer Lieblingsmusik beschallen.
- Urlaubsgäste, die um 7 Uhr morgens sich die besten Liegen reservieren.
- …
Gibt es einen gemeinsamen Faktor, der solche antisozialen, rücksichtslosen Verhaltensweisen erklären könnte?

Hören Sie mehr dazu auf diesem Podcast.

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Eine Zwangsstörung ist eine häufige, chronische und lang anhaltende psychische Erkrankung, bei der ein Mensch unkontrollierbare, wiederkehrende Gedanken (Obsessionen) und Verhaltensweisen (Zwänge) hat, und den Drang verspürt, sie immer zu wiederholen.

Zwangsgedanken können sein:

Angst vor Keimen oder Verunreinigungen
Unerwünschte verbotene oder tabuisierte Gedanken, die Sex, Religion und Unfälle betreffen.
Aggressive Gedanken gegenüber anderen oder sich selbst.
Die Dinge müssen symmetrisch oder in perfekter Ordnung angeordnet werden.
„Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht etwas zwanghaft tun muss“, berichtet die Lehrerin im Coaching. „Ich hatte schon immer eine lebhafte und weitreichende Phantasie, und vielleicht hat das zu den Zwängen beigetragen, mit denen ich immer noch kämpfe. Etwas so Einfaches wie das Ausschalten eines Lichtschalters kann zu einer halbstündigen Aufgabe werden. Mein Körper kann sich mit dem Schalter an der Wand herumschlagen und mein Gehirn würde den Zwang mit aufdringlichen Gedanken bekämpfen, bis Tränen über mein Gesicht strömen. Gleichzeitig hämmert mein Herz wie wild und ich schwitze.

Manchmal beneide ich Menschen, die eine Grippe haben oder Burnout oder das Bein gebrochen. Da meine Kämpfe „unsichtbar“ sind, ist es meistens extrem schwer, Arbeitgebern und Freunden zu erklären, dass ich zu spät kam, weil ich zwanzig Minuten damit verbracht habe, das Licht auszuschalten. Oder weil ich dreimal zu meinem Haus zurückfuhr, um sicherzustellen, dass meine Tür abgeschlossen war.“

Marion Z. ist Oberstudienrätin an einem Gymnasium. 44 Jahre alt, verheiratet, ein 15 jähriger Sohn.

Hören Sie auf diesem Podcast, was hinter den Zwängen stand.

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