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DER Persönlichkeits-Podcast von Roland Kopp-Wichmann Intelligenter arbeiten. Bewusster leben.

26.05.16, 06:30:00

Ist Altern nur eine selbsterfüllende Prophezeiung?


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altern, selbsterfuellende prophezeiungStellen Sie sich folgendes Experiment mit alten Menschen vor:

Sie wollen die Zeit um zwanzig Jahre zurückdrehen. Dazu lebt eine Gruppe von Männern im Alter zwischen Ende 70 und Anfang 80 eine Woche lang in einem “Zeitreise-Haus”.

Dieses ist im Stil von 1990 eingerichtet. Die Wiedervereinigung ist gerade passiert. Aus dem Radio hört man die neuesten Hits von Phil Collins “Another Day In Paradise” und Sinéad O’Connors “Nothing Compares 2 U“.

Im Fernsehen verfolgen die Senioren die Serien der späten Neunziger und in der Bibliothek stehen die Bestseller Süskinds “Das Parfüm” und Ecos “Das Foucaultsche Pendel”. Microsoft veröffentlicht Windows 3.0, wovon Sie aber nichts mitkriegen, da es das Internet noch nicht gibt.

In dem Haus gibt es zwei Gruppen.
Die Experimentalgruppe tut eine Woche so, als lebte sie 1990. Spricht also von ihren beruflichen Aufgaben und dem Ärger im Büro. Enkelkinder sind klein oder erst geplant.
Die Kontrollgruppe soll sich in dieser Woche nur daran erinnern, wie ihr Leben vor zwanzig Jahren aussah aber dabei nicht vergessen, dass dies nur Erinnerungen seien und sie selbst alt sind.

Würden Sie Unterschiede zwischen beiden Gruppen erwarten?
Und wenn ja, welche?

Dauer: 15 Min.

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Was meinen Sie zum Thema "Älterwerden"?
Ich freue mich über einen Kommentar von Ihnen.
Danke.

kopp-wichmann
Kommentare (2)



RSS Kommentare

  • Marcus
    December 04, 2010, 18:09
    Was spielt der Ingolf Lück da immer in seinem Keller auf der Gitarre? "Stairway to Hell"? Das Lied würde ich auch mal gerne hören.

    Ansonsten sehr praktischer Podcast. Ich bin jetzt 35 und dem Jugendzimmer quasi letztens erst entwachsen und schon sollte ich mir wieder eins einrichten. So geht es wohl im Leben und wenn es nicht so geht kriegt man davon auch schlechte Laune.

  • Michael
    June 02, 2016, 12:56
    Um gleich auf die Frage einzugehen: ja und nein. Ja, weil ich erfahren musste bzw. gottseidank erfahren konnte, das die eignen Einstellung zum Leben und die Umwelt stark dazu beitragen können, wie alt man gefühlt ist. Nein, weil der Körper trotzdem alt wird. Ich habe mit meinen jetzt fünfzig Jahren einen ziemlichen Tiefpunkt hinter mir, der mit diesem klassischen Dilemma begann. Ich habe mit Pausen lange Jahre geturnt. Also klassisches Gerätturnen. Bis zuletzt an Wettkämpfen teilgenommen - nie vorn, aber immer mit Spaß. Und ich konnte mit meinen 45 Jahren einem guten Teil der Jugend einiges vormachen. Dann kam der Körper, speziell die Schulter und sagten: vergiss es. Von heute auf morgen. Ans Reck hängen allein tat schon weh. Der Kopf wiederum meinte: stell dich nicht so an. Den Kampf hätte ich psychisch fast verloren. Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich wieder einigermaßen auf dem Damm war. Geholfen hat mir dabei schon die tägliche Übung positiver Weltsicht. Und die Einsicht, das eben nicht mehr alles geht, aber doch noch viel. Wenn ich mich mit meinem Vater vergleiche, der in gleichem Alter älter war, keinen Sport mehr trieb, sich in die Ohrensesselbequemlichkeit zurück gezogen hat, dann sage ich: der Kopf spielt beim älter werden eine große Rolle, trotzdem kann er sich nicht über den Körper hinwegsetzen.

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